01.12.2007

Lotse Info: JVA Büren mit kurzstrafigen Gefangenen belegt

Die Errichtung eines Unterkunftsgebäudes in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bürden, die bisher nur mit sog. Abschiebehäftlingen belegt war, für die Unterbringung kurzstrafiger Gefangener ist abgeschlossen.

 

„Ab sofort können 131 Strafgefangene in diesem Haus untergebracht werden", erklärt Justizministerin Roswitha Müller-Piepemkötter heute in Düsseldorf. 2Diese Maßnahme wird zu einer weiteren Entlastung des geschlossenen Vollzug im ganzen Land beitragen. Im kommenden Jahr wollen wir zusätzlich einen Anbau errichten, der nicht nur weitere 20 Haftplätze schafft, sondern auch eine moderne Sanitätsabteilung beherbergen wird." Im Endausbau werde die JVA Büren dann über rund 150 Plätze für kurzstraffällige Gefangene (mit Ersatzfreiheitsstrafe und Freiheitsstrafen bis zu drei Monaten) verfügen.

 

JVA Büren-eine frühere belgische Kaserne-wird seit 1994 in Abschiebungshaft Vollzug genutzt. Sie verfügt insgesamt über rund 500 Haftplätze. Weil seit einiger Zeit die Belegung in Abschiebungshaftvollzug deutlich rückläufig ist, hatte die Justizministerin entschieden, die leer stehenden Plätze zur Entlastung des geschlossenen Vollzugs in Nordrhein-Westfalen für Strafgefangene zu nutzen.

 

Nachdem zunächst der Strafvollzug baulich und organisatorisch vom Abschiebungshaftbereich getrennt worden war, sind bereits seit Juli die ersten Strafgefangene in der JVA Büren untergebracht worden. Mittlerweile ist die Errichtung eines separaten Haftraumes abgeschlossen. Damit stehen die Plätze im vollen Umfang für den Vollzug von Strafhaft zur Verfügung. Durch die Ende 2006 in Betrieb genommenen neuen Arbeit teilen können die Gefangenen-getrennt vom Abschiebungshaftvollzug-auch zur Arbeit eingesetzt werden.

(PM JM NRW 21.10.2007)