31.05.2015

Die Betreuungsarbeit

Solange in der JVA Büren Abschiebehäftlinge festgehalten wurden, haben die aktiven Mitglieder regelmäßig dort Besuche gemacht, normalerweise jede Woche. Seitdem die Abschiebehäfrtlinge am 26.7.2014 alle verlegt wurden, haben wir uns auf die anderen Arbeitsbereiche konzentriert. Im Mai 2015 haben wir unsere wöchentlichen Besuche in der wieder eröffneten Abschiebehaftanstalt Büren neu aufgenommen.

In der Regel hörten die Inhaftierten durch Mithäftlinge von unserer Gruppe. Wenn sie Kontakt zu uns wünschen, haben sie Anträge geschrieben, die über die Besuchsabteilung an uns weitergeleitet werden. Inzwischen geht das ohne Antrag in der regelmäßigen Sprechstunde des Vereins in der Besuchsabteilung der Abschiebehaftanstalt Büren, jeweils
Donnerstag, 16.30 - 17.45 Uhr und nach Vereinbarung.

Besuchsanträge von Gefangenen aus der JVA Büren

Auch von Freunden, Verwandten, Hilfsorganisationen oder Anwälten wurden wir um Unterstützung gebeten.

Unsere Arbeit bestand dann aus:  

  • Regelmäßige Gespräche mit Gefangenen in der Abschiebehaft Büren
  • Vermittlung und Kontaktaufnahme zu Angehörigen, Freunden und Anwälten
  • Erklärungsversuche auf die immer wiederkehrende Frage der Gefangenen: "Warum bin ich hier?"
  • Informationen über Verfahrenswege
  • Verständnisshilfe bei Schriftstücken von Behörden, Gerichten und Anwälten
  • Nachdrückliche Vertretung der Interessen der Inhaftierten gegenüber der Bürokratie
  • Hilfestellung bei persönlichen Problemen die durch die Haftsituation entstehen (z.B. psychische Belastung, ungenügende medizinische Versorgung, Konflikte mit Bediensteten und Mitgefangenen...)
  • Finanzielle Unterstützung der Inhaftierten (Telefonkarten, Anwaltskosten, Reisegeld, Kleidung...)
  • Hilfe bei der Beschaffung von Dokumenten
  • Persönliche Gespräche die über konkrete Einzelfragen hinausgehen

Alle unsere Angebote erfolgen nur auf Wunsch und in Absprache mit dem Betroffenen.

JVA Büren Abschiebehaftgefängnis - Bilder von Achim Pohl

> weiter zu Öffentlichkeitsarbeit