22.09.2014

Veranstaltungen zu 20 Jahre Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.

20 Jahre LogoAm 19. 5. 1994 wurde der Verein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V." gegründet. Aus diesem Anlass finden die folgenden Veranstaltungen statt. Sie können sich auch das Programm als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken.

 

 

TagZeitVeranstaltungOrt
Sa,
24. 5.
10.00 - 13.00

Infostand - Wir stellen jeweils die Arbeit unseres Vereins vor, unsere Anliegen und Ziele.
Wir berichten über unsere Betreuung von Häftlingen in der Abschiebehaft JVA Büren.

Westerntor / Herz-Jesu-Kirche
Paderborn
Sa,
31. 5.
10.00 - 13.00

Westernstraße /
Fußgängerzone
Paderborn

Mo,
2. 6.
20.00Filmabend - "Die Farbe des Ozeans" Bootsflüchtlinge auf Gran Canaria / Konfrontation mit verdrängter Realität. Cineplex Paderborn
Sa, 28. 6.17.00Feier mit Freundinnen/Freunden und Unterstützer/innen - Anmeldung bei feier(at)gegenabschiebehaft.de bis zum 18. 6.Hof Happe
Do, 28. 8.19.30"Asylmonologe" - ein dokumentarisches Theaterstück der Bühne für Menschenrechte aus Berlin
Kulturwerkstatt Paderborn
Di, 23. 9.19.30Podiumsdiskussion: "Abschiebehaft  ein Auslaufmodell?!" - muss zu diesem Termin leider ausfallen!Kulturwerkstatt Paderborn

Podiumsdiskussion "Abschiebehaft - Ein Auslaufmodell?!"

Am Dienstag, dem 23. 9. 2014 um 19.30 Uhr sollte in der Kulturwerkstatt Paderborn, Bahnhofstr. 64, eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Abschiebehaft – Ein Auslaufmodell?!“ stattfinden. Der Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ hat dazu Politiker und Vertreter von Flüchtlingen eingeladen. Leider muss der Termin wegen einer krankheitsbedingten Absage ausfallen!

Die Situation der Abschiebehaft in NRW ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs am 17. 7. 2014 ungeklärt. Abschiebe- und Strafhäftlinge dürfen nach Europarecht nicht zusammen untegebracht werden. Momentan werden Abschiebehäftlinge aus NRW nach Berlin gebracht, da in der JVA Büren auch Strafhäftlinge einsitzen. Abschiebehäftlinge haben keine Strafe zu verbüßen, sondern sollen nur zur Sicherung der Abschiebung inhaftiert werden. Ihre Anzahl ist stark gesunken – aus NRW sind es zuletzt unter 10 Abschiebehäftlinge gewesen, die in Berlin-Köpenick untergebracht sind. In den 90er Jahren waren in der JVA Büren dagegen weit über 500 Gefangene keine Seltenheit. Andere Bundesländer suchen nach Alternativen zur Abschiebehaft. Ein Referentenentwurf der Bundesregierung vom Frühjahr sieht neue Haftgründe vor. Auf dem Podium wird Monika Düker als Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen teilnehmen. Außerdem diskutieren Reinhard Borgmeier vom Flüchtlingsrat Paderborn sowie Frank Gockel als Vertreter des Vereins „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ mit. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Uwe Kastens. Mitveranstalter der Podiumsdiskussion sind der Flüchtlingsrat Paderborn und die Amnesty International Gruppe Paderborn.  Die SPD, die als Regierungspartei im Land für das Thema zuständig ist, hat es bisher abgelehnt, einen Vertreter für die Podiumsdiskussion zu benennen.

"Asylmonologe"

Ein dokumentarisches Theaterstück der Bühne für Menschenrechte, Berlin. Aufführung am Donnerstag, dem 28.8.2014, 19.30 Uhr, in der Kulturwerkstatt Paderborn, Bahnhofstraße 64.

Die Stimmen der Menschen, die hier zu Gehör gebracht werden, bewegen und ermutigen uns. Es kommen Menschen zu Wort, die unter aussichtslosen Bedingungen immer weiter gemacht haben. Ihre Wut, ihre Nachdenklichkeit, die Schwankungen zwischen Hoffnung und Enttäuschung werden spürbar.

“Ein vielfältiges Panorama über die Hintergründe, Gegenwart und Aussichten von Asyl in Deutschland - oft traurig und bedrückend, aber auch kämpferisch.

"Die Farbe des Ozeans"

Deutschland/ Spanien 2011
92 min.

Musikalische Begleitung von und mit Liedermacher Michael Motzek.

Eingängig und nachhaltig erzähltes und sensibel fotografiertes Drama um eine deutsche Urlauberin, die versucht Bootsflüchtlingen zu helfen.

Filmvorführung zum 20jährigem Jubiläum des Vereines „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ mit Einführung und anschließendem Filmgespräch.

Inhalt des Films von Maggie Perren:

Der Schrecken des Flüchtlingselends bricht ein in die Wohlstandswelt einer deutschen Touristin – ein Realitätsschock, der die Frau verstört und sie die Brutalität des westlichen Lebensstils ebenso empfinden lässt wie die Gleichgültigkeit Europas gegenüber der Not der Afrikaner/innen. Eine Not, die eben noch – jenseits des Ozeans – so fern schien.

Maggie Perren verwebt die Schicksale dreier Menschen, einer deutschen Touristin, eines spanischen Grenzbeamten und eines afrikanischen Flüchtlings. Dabei verzichtet sie auf eine Wertung, stellt ihre Positionen nebeneinander, konfrontiert das bilderbuchgleiche Urlaubsparadies mit der harten Wirklichkeit der Boatpeople. Die eingängig und nachhaltig erzählte und sensibel fotografierte Geschichte greift ein brisantes, politisches und humanitäres Thema auf und ist ein engagiertes Plädoyer für mehr Menschlichkeit.