9.8.01

Ali Dasayak ist nach der Abschiebung verschwunden

Büren – Ali Dasayak ist am 8.8.01 in einer Sondermaschine abgeschoben worden. Seit dem fehlt jegliches Lebenszeichen von ihm. Noch immer befinden sich zwei Kurden in der JVA im Hungerstreik, um ihrer Abschiebung zu entgehen. 

Ali Dasayak befand sich über 60 Tage im Hungerstreik. Er wollte damit seine Abschiebung in die Türkei verhindern, wo er als Militärdienstverweigerer und Sympathisant der PKK gesucht wird. Zum Schluss befand er sich im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg. Von hier aus wurde er am Mittwoch abgeschoben. Dieses erfolgte im Rahmen einer Sammelabschiebung, bei der ca. 45-50 kurdische und türkische Flüchtlinge abgeschoben worden sind.

Von Ali Dasayak fehlt seit dem jedes Lebenszeichen. Er meldete sich trotz Absprachen nicht bei seinem Betreuer, Frank Gockel, vom Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. Auch erhielten seine Angehörige bisher keine Nachricht. Die Angehörigen sowie der Verein gehen davon aus, dass Dasayak verhaftet worden ist. Ihm drohen eine lebenslange Haftstrafe.

Das gleiche Schicksal droht auch den beiden anderen Hungerstreikenden in der JVA Büren. Erol Akbulut befindet sich nun schon 54 Tage im Hungerstreik und wiegt nur noch 70,2 kg. Ismail Genc hungert 35 Tage und wiegt 64 kg. Beide Gefangene beklagten sich heute, dass ihnen eine zwangsweise Verlegung in das Justizvollzugskrankenhaus angedroht wurde. Auch berichteten sie darüber, dass einige Bedienstet der JVA Büren mit „Freude“ ihnen mitgeteilte hätten, dass Dasayak abgeschoben worden sei.      

Mit freundlichen Grüßen

             gez. Gockel